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Mittwoch, 23. August 2023

[ #klassenzimmer ] Pflanzen im Klassenzimmer: Gesund lernen und sich wohlfühlen


Untersuchungen an norwegischen Grundschulen soll gezeigt haben, dass Pflanzen sogar Gesundheitsprobleme verringern können. Kinder lernen aber sicher spielerisch die Natur zu begreifen, Kinder übernehmen Verantwortung und gestalten ihr Zimmer mit. 

Das Ergebnis war eindeutig: In Klassen mit Pflanzen nahmen gesundheitliche Beschwerden deutlich ab. Symptome wie Kopfschmerzen und ein trockener Hals gingen zurück. Die Kinder fanden außerdem ihren Klassenraum frischer, schöner und angenehmer. Die Ergebnisse der Untersuchung stimmen mit den Erkenntnissen überein, die man über Pflanzen am Arbeitsplatz bereits hatte: Lebendiges Grün bringt nicht nur Farbe in den Raum, der Anblick von Pflanzen hebt auch die Stimmung, hilft beim Stressabbau und sorgt für Wohlgefühl.

Die positive Wirkung von Pflanzen auf den Menschen ist seit langem belegt. Es liegt darum nahe, gerade in problematischen Bereichen wie Klassenräumen auf die Stärken von Zimmerpflanzen zu setzen. Denn in Klassenräumen herrscht meist ein belastendes Raumklima: Die vielen Personen in einem Raum erhöhen die Kohlendioxidkonzentration in der Raumluft merklich, Heizungs- bzw. Klimaanlagen sorgen für sehr trockene Luft und von Möbeln, Lehrmaterialien und Ranzen werden Schadstoffe abgegeben. Die Folge sind Reizungen der Schleimhäute und daraus resultierend eine Störung des Wohlbefindens sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten.

Eine konzentrationsfördernde Umgebung sieht anders aus – beispielsweise grün: Denn Zimmerpflanzen tragen durch ihre ständige Verdunstung von Wasser und der daraus folgenden Erhöhung der Luftfeuchtigkeit zu einer spürbaren Verbesserung des Raumklimas bei. Dies wirkt nicht nur Schleimhaut-beruhigend, sondern reduziert zudem den Schwebstaubgehalt der Luft, weil Staub in feuchter Luft schneller zu Boden sinkt und auch stärker am Boden gebunden wird. Tagsüber assimilieren Pflanzen zudem Kohlendioxid, das sie zum Wachstum brauchen. Sie reduzieren dadurch einen erhöhter Kohlendioxidgehalt und geben im Gegenzug Sauerstoff in die Raumluft ab. Sogar Schadstoffe in der Luft werden von Pflanzen aufgenommen und so aus der Atemluft entfernt.

Ein weiteres typisches Problem in Klassenräumen ist Lärm: Selbst disziplinierte Schulklassen erzeugen in einem Raum oft einen belastenden Lärmpegel. Hier punkten Pflanzen als natürliche Schalldämpfer. Wegen der großen und unregelmäßig strukturierten Blattoberflächen wirken Pflanzen sehr effektiv schalldämpfend und helfen so, den Lautstärkelevel in Klassenräumen messbar zu reduzieren.

Neben den biophysikalischen Wirkungen haben Zimmerpflanzen auch positive psychologische Effekte – vor allem auf Kinder: Allein der Anblick des lebendigen Zimmergrüns reduziert Stress und Unruhe. Inmitten der Reizüberflutung im oft hektischen Schulalltag finden die Augen einen Ruhepol, so dass das Gehirn sich kurzzeitig entspannt. Solche "Visuelle Reize niederer Intensität" reduzieren Aggressionen und fördern die Konzentrationsfähigkeit.

Mein grünes Kinderzimmer beinhaltet unter anderem folgende Informationen und praktische Tipps:
  • die wichtigsten Regeln zur Pflanzenauswahl
  • wertvolle Gärtner-Tipps für Klein und Groß
  • pfiffige Ideen für mehr Spaß beim Gärtnern
  • Interviews zu den Erfahrungen mit Zimmerpflanzen aus Schule und Kindergarten
  • Pflanzensteckbriefe: Unserer TOP 8 Pflanzen für das Kinderzimmer

 [Schülerclub #Dornbirn ]⇒ 

Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick in den Inhalt:

Pflanzen im Klassenzimmer: Gesund lernen und wohlfühlenZimmergärtner – auch im Kinderzimmer  4
WohlfühlfaKtor Zimmerpflanzen       5 - 8
 - Das Raumklima verbessern
 - Grüne Leber und grüne Lunge – Luftqualität steigern
 - Grüne Schallmauern errichten
 - Erholung für die Seele
Grünes Licht für kleine Zimmergärtner      9 - 10
- Heute schon gegossen?
- Gemeinsames Planen und gestalten ist das A und O
Ein paar Grundregeln      11 - 13
- Pflanzen, die Sie vermeiden sollten
- Giftpflanzen im Kinderzimmer sind tabu
- Was können kleine Zimmergärtner wann?
Kinder & pflanzen gerecht Werden – so geht’s     14 - 17
- Ruck-zuck Pflanzen, bunt und essbar
- Wieviele Pflanzen ziehen ein?
- Welche Pflanzgefässe wählen?
- Erde oder Hydrokultur?
- Den richtigen Standort finden
IntervieW  18 - 20
Mit Frau Gagel, Lehrerin mit grünem Klassenzimmer
Grüne Daumen - Tipps für Kleine gärtner  21 - 25
- Staunässe vermeiden
- Luft befeuchten
- Staub entfernen
- Düngen
- Umtopfen
Erlebnisgärtnern im Kinderzimmer  26 - 28
- Fleischfresser – Terrarium
- Riechen, Schmecken, Fühlen, Malen
- Aus alt mach neu
IntervieW Kindergarten  29 - 30
Mit Frau Frömel, Erzieherin und Umweltpädagogin
Ab ins Grüne – BalKon, Garten, Klassenzimmer  31 - 33
 - Mit Kindern auf dem Balkon gärtnern
 - Das Kinderbeet im eigenen Garten
 - Impulse in Kindergaten und Schule setzen
Unsere Top 8 – Pflanzensteckbrief  34 - 42
- Grünlilie
- Dreimasterblume
- Osterkaktus
- Hibiskus
- Steckpalme
- Zyperngras
- Bergpalme
- Pantoffelblume
Literaturverzeichnis und QuellennachWeis  43
Impressum   45

Donnerstag, 21. April 2022

[ #sachwissen ] Unterrichtsmaterial: Lärm und Gesundheit (1.-4.Kl.)


Für mehr Ruhe zu werben und vor Lärm zu warnen hat gute Gründe: Die Belästigung durch Lärm ist die am häufigsten wahrgenommene Form der Umweltbelastung. 70 Prozent  fühlen sich durch Straßenverkehrslärm und etwa 50 Prozent durch Luftverkehrslärm belästigt. 

Während noch in den 1980er Jahren bei der Musterung für den Dienst beim Österreichischen Bundesheer von Schwerhörigkeit so gut wie nie die Rede war, ist sie laut aktuellen Daten des Verteidigungsministeriums mittlerweile der dritthäufigste Grund, für untauglich erklärt zu werden. Nach Schätzungen von Experten wird der Anteil der Schwerhörigen in unserer Gesellschaft in 20 bis 30 Jahren doppelt so hoch sein wie jetzt. Der 50-Jährige mit dem Hörgerät könnte also im Jahr 2038 schon zur Normalität geworden sein.

Jugendliche, die noch keine berufsbedingte Lärmbelastung hinnehmen mussten, weisen verstärkt irreversible Schäden im Innenohr auf. Ein Viertel aller jungen Menschen hat auf Grund missbräuchlichen Musikgenusses nicht heilbare Hörschäden. Bereits Kinder klagen heute über Lärm in der Schule und in der Freizeit.


Lärmprävention ist gesellschaftlich gesehen ein wichtiges Thema, aber auch ein schwieriges, denn Lärm ist nicht nur störend, er ist auch ein Ausdruck von Spaß und Lebensfreude. Wenn Lärm also nur schrecklich wäre, dann hätten wir ihn nicht.

Lärmprävention in der Grundschule darf deshalb nicht zum Anlass genommen werden, die Kinder „ruhig zu stellen“. Es kommt vielmehr darauf an, ihnen bewusst zu machen, dass Laut und Leise wichtige und notwendige Phasen sind, die einander abwechseln sollten. Es ist deshalb ein übergeordnetes Ziel dieser Unterrichtsmaterialien den Kindern die positiven Seiten von Geräuschen zu vermitteln, gleichzeitig aber die Freude am Leisen bzw. an der Stille zu wecken.

Die Lerneinheiten enthalten fächerübergreifende und handlungsorientierte Unterrichtsvorschläge mit deren Hilfe die Kinder überwiegend zur selbsttätigen Erarbeitung von folgenden Themen angeleitet werden:
  • Der Hörspaziergang - eine Übung im „Ohren öffnen“ 
  • Einrichtung einer Geräuschewerkstatt und Produktion eines Hörspiels 
  • Schallentstehung und Weiterleitung 
  • Wie sieht das Gehör aus, und wie hören wir? 
  • Was schädigt unser Gehör? 
  • Gewünschter und unerwünschter Musikgenuss 
  • Was ist Lärm? 
  • Wie laut ist es in der Schule? 
  • Stille im Unterricht - Übungen zum Ruhe finden

 [Schülerclub #Dornbirn ]⇒ 

Sonntag, 28. März 2021

[ #werken] Tafelkreidefarbe: Töpfe auf der Lernfensterbank


Die Fensterbank der Schule kann auch gut und gerne einmal einen Kräutertopf vertragen.

Oder Vielleicht ist die Fensterbank auch ein Fenster der Natur ins Klassenzimmer. Die SchülerInnen und Eltern werden vielleicht auch motiviert, sich zu Hause einen kleinen Garten auf der Fensterbank anzulegen, wenn man den "Versuch" mit den Schülern macht.


Tafelkreide-Töpfe. Kräuter- und Pflanztöpfe lassen sich mit Tafelkreide super und plakativ beschriften, wenn man die Pflanztöpfe  mit  Tafelfarbe bemalt. Das Beschriften und Verzieren macht in jedem Fall Spaß, ob die Töpfe nun auf der Fensterbank, im  Schulgarten oder in der Wohnung stehen.

Das Beschriften von Blumentöpfen eignet sich besonders gut für Kräuter. Dazu klebt man den oberen Rand des Topfes mit Kreppband ab, und streicht den unteren Teil mit Schultafelfarbe. Mit Tafelkreide schreibt man dann einfach den Namen des jeweiligen Krautes drauf. So kann man die Töpfe einfach schnell wieder neu beschriften. Damit der Tafellack auch auf den rötlichen Terrakotta-Töpfen gut zur Geltung kommt, werden die Töpfe vorher mit Acryllack auf Wasserbasis weiß lackiert.

Die Kinder könnnen im Werkunterricht auch solche Töpfe für zuhause herstellen. Es wird ihnen Freude machen. Bunte Kreiden kommen sowieso immer gut an, und Töpfe als Mal-Untergrund bringen Abwechslung und machen Spaß.


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Dienstag, 9. April 2019

[ #schulraum ] Pädagogische Architektur: Das offene Klassenzimmer


Von der aktuellen Bildungsdiskussion noch wenig beachtet: Die Schularchitektur

Ein großes Veränderungspotential besteht im Klassenzimmer, dem Raum, der in der Geschichte des Schulbaus bisher kaum Änderungen erfahren hat. Architekt Prof. Frank Hausmann an der Fachhochschule Aachen begegnet diesem Dilemma mit dem Forschungsvorhaben "Offenes Klassenzimmer".


Ausgangslage. Bei den Wettbewerben für Schulneubauten greifen diese in der Regel auf Standardraumprogramme mit traditionellen Konzeptionen zurück. "Diese Raumprogramme entsprechen nicht mehr den Anforderungen moderner Pädagogik, die viele Veränderungen durchmacht", meint Prof. Frank Hausmann. Der Architekt befasst sich seit 1996 schwerpunktmäßig mit Schulbauten.

Auf die Wettbewerbe konnte Hausmann keinen Einfluss nehmen. Statt dessen beschloss er, mit einem Forschungsvorhaben an der Fachhochschule Aachen das Thema grundsätzlich anzugehen und "über diesen Bereich neu nachzudenken". Im Sommersemester 2005 initiierte der Wissenschaftler, der eine Professur für die Lehrgebiete Entwerfen, Gebäudelehre und Computergestütztes Entwerfen innehat, das Projekt "Offenes Klassenzimmer".


 [Schülerclub  #Dornbirn ]

Sonntag, 3. März 2019

[ #schulraum ] Akustik: Hörraum Klassenzimmer


Die Schule ist ein zentraler Lern- und Lebensraum, in dem Kinder und Lehrer viele Stunden des Tages verbringen. Wie hoch ist die akustische Belastung in dieser Zeit? Gibt es Orte für Rückzug und Entspannung?

Die Akustik in Schulen ist bekanntlich nicht immer die beste. Es schallt und hallt, dazu kommt ein naturgegeben hoher Lärmpegel von Kindern und Jugendlichen, die sich ausdrücken wollen (was man ihnen nicht verwehren darf).

Die Sprachverständlichkeit in Klassenräumen ist oftmals unzureichend, die Konzentrationsfähigkeit leidet erheblich. Sowohl auf Seiten der Schüler als auch auf Seiten der Lehrer entsteht ein hoher Stressfaktor, wenn die Akustik unzureichend ist. Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme und auch Tinnitus sind die Folge.


Kommunikationsraum. Räume sind Medienorte, Kommunikationsplätze. Jede Kommunikation findet über ein bestimmtes Medium in einem spezifischen Raum statt, der mal gut, mal weniger gut dafür geeignet ist. Wenn man, was in der Schule möglich ist, den Medienraum selber akustisch gestalten kann, sollte er auch den Voraussetzungen entsprechen, die eine optimale Nutzung des Mediums Ohr erlauben.

Einfache Hilfen: 
  • Filzgleiter unter die Stuhlbeine
  • Raumteiler verbessern die Akustik (und die Optik)
  • Pflanzen verbessern die Luft und die Akustik
  • Pinnwände aus Kork bieten in der Schule Platz für viele Bilder und schlucken Schall
  • Sammel- und Spielzeugkisten mit Filz auskleiden
  • Teppiche dämpfen den Trittschall
  • Vorhänge schlucken Schall

 [Schülerclub  #Dornbirn ]

Freitag, 29. Juni 2018

[ #schulraum ] Sind Schulbibliotheken von gestern?


Langweilige Regale der Marke 08/15, ein paar Stühle, das wars: Die Bibliotheken in deutschen Schulen machen alles, aber kaum Lust aufs Lesen und Lernen. 

Zwei Professoren von der HTWK Leipzig, Andrea Nikolaizig (Bibliotheks- und Informationswissenschaft) und Ronald Scherzer-Heidenberger (Architektur), gehen dagegen an. Für die Leipziger Buchmesse entwickelten sie einen eigenen Stand – eine Art Prototyp der Schulbibliothek von morgen.
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