Donnerstag, 13. September 2018

[ #deutsch ] Wortart: Das Adjektiv (Eigenschaftswort, Wiewort)

Erst das Adjektiv macht aus einem Wörtern einen Text. Das Wie beschreibt,  konkretisiert. Wie ist etwas? Wie ist jemand? Auf welche Art und Weise geschah oder geschieht etwas? Mit welchen Mitteln wird etwas getan? Welche Merkmale oder Eigenschaften kennzeichnen eine Sache, ein Ereignis oder eine Person? 

Das Adjektiv  ist also diejenige Wortart, welche die Beschaffenheit eines konkreten Dinges, einer abstrakten Sache, eines Vorganges oder Zustandes usw. beschreibt.

Das Adjektiv wird auch Eigenschaftswort genannt, in der Volksschule wird es zum Start eben gerne auch Wiewort genannt. (wie ist etwas?).

Deklination. Stehen Adjektive vor einem Nomen, werden sie dekliniert (Das ist ein kluger Mann, ein nettes Bild, ...).

Wie das Adjektiv dekliniert wird, ist von 4 Faktoren abhängig: 

  • 1. Form des Artikels (bestimmt, unbestimmt oder Kein Artikel)
  • der junge Mann  / ein junger Mann
  • 2.Numerus (Singular /Plural): das kleine Kind / die kleinen Kinder 
  • 3. Genus (maskulin, feminin, neutral)
  • Der fleißige Junge macht, das liebe Mädchen, die junge Frau 
  • 4. Kasus (Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv)
  • Der ehrgeizige Schüler des ehrgeizigen Schülers, dem ehrgeizigen Schüler, den ehrgeizigen Schüler

Veränderlich - unveränderlich. Stehen Adjektive allein oder hinter dem Nomen, bleiben sie, sofern sie nicht gesteigert werden unverändert. In diesen Fällen spricht man von einer adverbialen Verwendung der Adjektive.

Beachte folgende Abgenzungsmerkmale zu anderen Wortarten:

  • Adjektive werden dekliniert (Abgrenzung zu nicht-deklinierbaren Wortarten wie z-B.Präpositionen).
  • Adjektive haben kein fixes Geschlecht, sondern treten je nach Bezug mit unterschiedlichem Genus auf (Abgrenzung zu Nomen).
  • Adjektive lassen sich steigern (Abgrenzung zu Pronomen). Die Grundform eines Adjektivs nennt man Positiv, die nächst höhere Stufe Komparativ und die höchste Steigerungsstufe Superlativ. (schön, schöner, am schönsten).Für manche Wiewörter gibt es allerings keine Steigerung, da die Grundform schon etwas ausdrückt, was nicht steigerbar ist (kinderlos, mündlich, schriftlich, nackt ... ).
Klein- und Grossschreibung von Adjektiven. Adjektive werden in der Regel klein geschrieben. Auch Adjektive im Superlativ (zweite Steigerungsstufe) mit „am“ schreibt man klein, wenn man das Adjektiv mit „wie?“ erfragen kann und das „am“ nicht in „an dem“ aufgelöst werden kann (am kleinsten).

Außer:

1. Adjektive an Satzanfängen werden großgeschrieben.

2. Werden Adjektive wie Substantive verwendet („substantivischer Gebrauch“), dann werden sie großgeschrieben: die Grünen, der Lustige, etwas Schönes. Großgeschriebene Adjektive werden oft durch vorangehende „Begleiter“ (Begleitwörter) wie Artikel, Pronomen, Präpositionen usw. gekennzeichnet. Oft geht substantivierten Adjektiven eine unbestimmte Mengenangabe voraus, z.B. „viel“, „etwas“, „alles“, „nichts“, „wenig“, „lauter“, „manches“, „allerlei“: viel Schönes sehen, etwas Neues erzählen, wenig Aufregendes erleben, alles Gute wünschen.

3. Wenn die feste Verbindung aus Adjektiv und Substantiv einen Eigennamen bildet, so wird das Adjektiv großgeschrieben.
 
der Blaue Planet
das Bibliographische Institut
das Rote Haus (in Dornbirn)
die Dritte Welt
Zum Goldenen Anker
das Zweite Deutsche Fernsehen
das Rote Kreuz
die Vereinten Nationen
der Stille Ozean

4. Adjektive in Titeln, in klassifizierenden Bezeichnungen der Botanik und der Zoologie, in Kalendertagen und in historischen Ereignissen werden großgeschrieben.
 
der Heilige Vater
der Heilige Abend
der Erste Mai
die Schwarze Witwe
der Westfälische Frieden
das Fleißige Lieschen
der Zweite Weltkrieg
 
5. Adjektive in Paarformeln zur Bezeichnung von Personen werden großgeschrieben.
 
Arm und Reich
Groß und Klein
Jung und Alt
Dick und Dünn
Gleich und Gleich
Hoch und Niedrig

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