Freitag, 17. August 2018

[ #deutsch ] Wortart: Präposition (Vorwort, Verhältniswort) - Vorwortergänzung


Präpositionen werden immer in Verbindung mit einem anderen Wort gebraucht. Es wird dadurch eine Beziehung hergestellt. Präpositionen haben die Aufgabe, das von ihnen abhängende Wort an ein anderes anzuknüpfen und das dabei entstehende Verhältnis zum Ausdruck zu bringen. Sie zählen zu den UNVERÄNDERLICHEN Wörtern!

1. Präpositionen bestimmen den Fall des von ihm abhängenden Wortes!

Folgende Präpositionen brauchen den Genitiv (2. Fall): abseits, abzüglich, angesichts, anhand, anlässlich, anstatt, anstelle, aufgrund, aufseiten, ausgangs, ausschließlich, außerhalb, beiderseits, betreffs, bezüglich, dank, diesseits, eingangs, einschließlich, exklusive, fern, fernab, halber, hinsichtlich, infolge, inklusive, inmitten, innerhalb, innert, jenseits, kraft, längs, längsseits, laut, mangels, mithilfe, mittels, namens, nördlich, ob, oberhalb, östlich, rücksichtlich, seitens, seitlich, seitwärts, statt, südlich, trotz, um ... willen, unbeschadet, unerachtet, unfern, ungeachtet, ungerechnet, unterhalb, unweit, vermittels, vermöge, vonseiten, vorbehaltlich, während, wegen, weitab, westlich, willen, zeit, zugunsten, zuhänden, zu Händen, zulasten, zuseiten, zuzüglich, zwecks

Folgende Vorwörter verlangen den Dativ (3. Fall):  ab, aus, außer, bei, binnen, dank, entgegen, entsprechend, fern, gegenüber, gemäß, getreu, laut, mit, mitsamt, nach, nahe, nebst, samt, seit, vis-à-vis, von, zu, zufolge, zuliebe

Folgende Präpositionen verlangen entweder den 3. oder 4. Fall: an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen (Frage "Wo?" = 3. Fall - "Wohin?" = 4. Fall

Folgenden Vorwörter verlangen nach dem Akkusativ (= 4. Fall): à, betreffend, bis, durch, entlang, gegen, je, kontra, ohne, per, pro, um, versus, via, wider

2. Vorwörter können mit dem Artikel verschmelzen.  Präpositionen gehören zwar zu den nicht flektierbaren Wortklassen (neben Adverbien, Kunjunktionen und Interjektionen) Das heißt, das Wort selbst verändert seine Stammform nicht, es wird weder dekliniert, noch konjugiert. Das heißt, Präpositionen sind unveränderlich. Sie können allerdings mit dem Artikel verschmelzen:

in das > ins Haus
zu dem > zum Leben
bei dem > beim Turnen
von dem > vom Arbeiten
an dem > am Sonntag
in dem > im Garten
zu der > zur Tante

Merke: Nach vom, zum, beim, schreib niemals klein!

3. Achtung: Vorwortergänzung oder Adverbiale?

Beim Bestimmmen der Satzglieder muss man bei den Satzgliedern unterscheiden, ob es sich um eine Ergänzung (Adverbiale) des 2. (O2), 3. (O3) oder 4. (O4) Falles handelt oder um eine Vorwortergänzung (PO). Bei der Vorwortergänzung ist das Fragewort wichtig. Bei der Frage nach dieser Ergänzung tritt die Präposition immer zum Fragewort hinzu.

Beispiel: für die Lehrerin (Frage: wofür, für wen?

Sonst handelt es sich um Umstandsergänzungen. UMSTANDSERGÄNZUNGen oder UMSTANDSBESTIMMUNGen (= ADVERBIALE) sind Satzglieder, die ausdrücken, WO, WANN, WIE, WARUM etwas geschieht.

Heute (ZE Wann?)  |  ist (Prädikat)  |  in Dornbirn  (OE Wo?)  |  wegen des Regens (BE Weshalb?)  |  das Wetter (Subjekt)  |  regnerisch (AE Wie?).

OE Ortsergänzung (= Lokaladverbale): WO? WOHER? WOHIN?
ZE Zeitergänzung (= Temporaladverbiale): WANN? Seit/Bis WANN? WIE LANGE?
BE Begründungsergänzung (= Kausaladverbiale): WARUM? WESHALB?
AE Artergänzung (= Modaladverbiale): WIE?

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