Freitag, 16. Juni 2017

[ #sprachen ] Gratis: Bulgarisch und/oder Deutsch lernen - mit Audiodateien zum Anhören

Die bulgarische Sprache gehört zur südslawischen Gruppe des slawischen Zweiges der indogermanischen Sprachen. 

Die bulgarische Sprache wird von ca. 10 Millionen Menschen gesprochen; vor allem in Bulgarien (ca. 7,72 Millionen), aber auch in anderen Staaten Osteuropas, in Griechenland (1970: 20.000), Rumänien (1970: 13.000), Mazedonien, Moldawien (2005: 40.000), Ukraine (2001: 205.000), Serbien (1991: 25.200), Weißrussland, Slowakei (2001: 1.176) und in der Türkei (2001: 30.000).

Bulgarisch-Deutsch- Bulgarisch. Der Goethe-Verlag aus München hat ein sagenhaftes Angebot ins Web gestellt. "book2" ist ein Non-Profit Projekt, das die Menschen ermutigen soll die weltweit gesprochenen Sprachen zu erlernen. Book2 bedeutet, dass jedes Lehrbuch in zwei Sprachen vorliegt. Insgesamt liegen 50 Paare vor.

So auch in Bulgarisch-Deutsch und umgekehrt. Eine wertvolle Hilfe für Kinder und Familien aus der arabischsprachigen Welt.  Ebenso ist es natürlich ein Angebot für jene LehrerInnen, die aus Respekt vor der Mutter- (oder Religionssprache) ihrer SchülerInnen mit "Migrationshintergrund" einmal in deren Muttersprache hineinhören wollen.

Audiodateien helfen die Aussprache richtig zu erlernen. Das Material ist für den privaten Gebrauch und für öffentliche Schulen kostenlos. Für den Small Talk im Urlaub wird das Online-Lehrbuch allemal reichen, doch es bietet weit mehr, wie schon ein kurzer Blick auf das Inhaltsverzeichnis zeigt.

Migration. Wanderungsbewegungen spielten in der Geschichte Bulgariens eine bedeutende Rolle. Zwischen 1880 und 1988 verließen rund 1,3 Mio. Personen das Land, im selben Zeitraum wanderten aber auch ca. 809.000 Menschen nach Bulgarien ein. Während es sich bei den Einwanderern vor allem um ethnische Bulgaren handelte, waren ein bedeutender Teil der Auswanderer ethnische Türken.

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs nahmen in Bulgarien die Wanderungsbewegungen zu. Bulgarien war dabei sowohl Einwanderungs- als auch Auswanderungsland. Zwischen 1989 und 2003 verließen ca. 690.000 bis 750.000 Bulgaren das Land. Zielländer waren dabei vor allem die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie die klassischen Einwanderungsländer USA, Kanada, Neuseeland und Australien. Damit lag der Anteil der Migranten bei etwa 9% der Gesamtbevölkerung Bulgariens bzw. bei rund 15% der 15- bis 60-Jährigen.

Österreich ist kein bevorzugtes Zielland, auch wenn seit dem Beitritt Bulgariens volle Sichtvermerks- und Niederlassungsfreiheit für seine Bürger in Österreich besteht. Für Staatsbürger aus Bulgarien (und Rumänien) sind allerdings aufgrund von Übergangsbestimmungen in den EU-Beitrittsverträgen noch bis 31.12.2013 Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit sowie in den geschützten Wirtschaftsbereichen Beschränkungen der Dienstleistungsfreiheit aufrecht. Deshalb dürften lediglich rund 6000 bulgarische EU-Bürger in Österreich wohnhaft sein.

 [Schülerclub #Dornbirn ]⇒

1 Kommentar:

  1. Super...
    habe seit kurzem 3 Enkelkinder (
    6, 11 und 12 Jahre )aus BG jetzt für immer in Deutschland bei uns.

    Dieser Sprachkurs kann ich nur in den besten Tönen loben.
    Danke

    Opa Sigi in Berlin

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