Dienstag, 19. September 2017

[ #lehrerinfos ] Persönlichkeitsentwicklung durch Schulsport

Persönlichkeitsentwicklung durch Schulsport: Macht Schulsport „bessere“ Menschen aus unseren Kindern?

Als wesentliche Begründung für die Legitimation des Schulsports findet sich immer wieder die These, dass sportliche Aktivitäten die Persönlichkeitsentwicklung fördern würden. Doch stimmt das überhaupt? Und wenn ja, wie muss der Sportunterricht dann aussehen? In der Berner Interventionsstudie Schulsport (BISS) wurde diesen Fragen nachgegangen.

Die Forschenden zeigen, dass das Ziel der Persönlichkeitsentwicklung erreicht werden kann, sofern der Sportunterricht nach gewissen Prinzipien gestaltet wird: Erstens müssen die Lehrpersonen intensiv mit ihren Schülerinnen und Schülern an der Entwicklung der sportlichen Fähigkeiten arbeiten, damit diese schneller, geschickter und spielfreudiger werden. Zweitens müssen die Kinder ihre Fortschritte erfahren und positiv bewerten, das heißt, sie müssen die aktuelle mit der bisherigen Leistung vergleichen und stolz auf ihre Verbesserung sein. Drittens muss diese positive Entwicklung individuell und im Klassenrahmen thematisiert, also reflektiert werden.

In dem dazu erschienenen Buch "Persönlichkeitsentwicklung durch Schulsport" (Theorie, Empirie und Praxisbausteine der Berner Interventionsstudie Schulsport [BISS] Achim Conzelmann, Mirko Schmidt, Stefan Valkanover) legen die Autoren die Studienergebnisse ausführlich dar und zeigen, dass Schulsport die Persönlichkeit entwickeln kann, wenn auf bestimmte Methoden geachtet wird. Zudem erläutern sie im zweiten Teil des Buches drei praktische Module ("Wagnis", "Spiel" und "Leistung"), die ebenfalls im Rahmen der Studie entwickelt wurden und zur konkreten Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse im Schulsport zur Verfügung stehen.

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