Mittwoch, 2. November 2022

[ #Heimat V] Die letzte Jüdin in Hohenems: Frau Frieda Nagelberg (1889-1942)

 


Christian Michelides, Stolperstein für Frieda Nagelberg 2,
CC BY-SA 4.0

Am 20.1.1941 lässt sich Goebbels vom Geheimdienst über die Aufnahme des NS-Propagandafilmes "Der ewige Jude" (Die Uraufführung war am 28.11.1940) in der Bevölkerung berichten. Die  deutsche "Avantgarde" filmte übrigens bei dieser Nazi-Unkultur mit.

Bis zur Wannseekonferenz von 1942 waren schon alle jüdischen Mitbürger Vorarlbergs, welche nicht als Mischlinge oder in Mischehen lebten, aus Vorarlberg verschwunden. Geflohen, verhaftet, deportiert, aus Verzweiflung aus dem Leben geschieden oder durch NS-Gewalt verstorben.

Frieda Nagelberg. Nur eine einzige jüdische Frau, eine Büglerin lebte noch im Versorgungsheim in Hohenems. Dies verdankte sie bis dahin auch nur der Bürokratie. Sie war zu den Siebentage-Adventisten übergetreten und die jüdische Gemeinde fühlte sich nicht mehr zuständig, weil sie keine Glaubensjüdin war. Doch für den Hohenemser Bürgermeister und NSDAP-Ortsgruppenleiter Josef Wolfgang blieb sie eine Jüdin und war ihm ihre Anwesenheit ein Dorn im Auge. Er intervenierte mehrmals bei übergeordneten Stellen und forderte ihre Umsiedlung. Schließlich war er sogar bereit, dafür in die eigene Tasche zu greifen.
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