Mittwoch, 28. März 2018

[ #sachwissen ] Tea-Time für Schulen: Klimaforscher mit zwei Teebeuteln

Werde Teil eines spannenden Forschernetzwerks. 

Mit zwei Teebeuteln, auf Acker, Wiese oder im Wald vergraben, helfen Sie mit, den Abbau organischer Materialien im Boden und die damit verbundene Entwicklung des Treibhausgases CO2 auf globaler Ebene sichtbar zu machen – und so die Rolle der Böden im Klimawandel besser zu verstehen.

Das weltweit einzigartige Experiment wurde von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) mit angestoßen und jeder kann teilnehmen. Das Mitmachen ist ganz einfach: je einen Grün- und Roibusch Teebeutel außerhalb Ihres Gartens auf Acker, Wiese oder Wald 8 cm tief im Boden vergraben, 90 Tage abwarten, ausgraben, trocknen, wiegen und das Gewicht im Internet zusammen mit dem Standort übermitteln. Die Ergebnisse, Fotos und Geschichten aller Teilnehmenden werden auf einer weltweiten Bodenkarte veröffentlicht.

Bakterien und Pilze. Bakterien und Pilze sind Mikroorganismen im Boden. Sie ernähren sich von abgestorbenem Pflanzenmaterial, wie beispielsweise den Teepartikeln im Experiment. Beim Abbau der organischen Materialien setzen sie Nährstoffe für Pflanzen frei. Daneben verbleibt fester Kohlenstoff in Form von Humus im Boden oder entweicht in Form von gasförmigem CO2 klimawirksam in die Atmosphäre. Die jeweiligen Anteile sind davon abhängig, wie schnell die Pflanzenmaterialien im Boden abgebaut werden. Ein hoher Gewichtsverlust des Teebeutels ist ein Indiz für eine hohe biologische Aktivität Ihres Bodens. Probieren Sie es aus: vergraben Sie Beutel an verschiedenen Stellen und sehen Sie, wie sich die unterschiedlichen Standorte auf den Abbau auswirken. An einem feuchtwarmen Platz sollte der Gewichtsverlust der Teebeutel über die Zeit höher sein als an einer kühlen oder trockenen Stelle.


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