Freitag, 21. April 2017

[ #gesundheit ] Achtung! Giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern in Garten und Haus

Kapuzinerkresse und Felsenbirne statt Oleander und Engelstrompete.

Frühlingszeit ist Pflanzzeit, Stiefmütterchen, Primeln, Bellies & Co. locken Gartenbesitzer in die Baumärkte, Gartencenter und Gärtnereien. Eltern von Kleinkindern sollten allerdings darauf achten, dass keine giftigen Pflanzen in ihrem Einkaufswagen landen. Dazu zählen Engelstrompete, Goldregen oder Blauer/Gelber Eisenhut.

Diese und weitere Pflanzen, die unten genannt sind, können bei Kleinkindern, die sie in den Mund nehmen, zu Vergiftungen führen. Dafür reichen in einigen Fällen schon geringe Mengen der Samen, Beeren oder auch aller Pflanzenteile.

Die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH), Hamburg, rät zur Vorsicht bei diesen zehn zum Teil hochgiftigen Pflanzen:

1. Blauer und gelber Eisenhut (wirksamste heimische Giftpflanze, giftig vor allem Samen und Wurzeln)
2. Bilsenkraut (giftig: alle Pflanzenteile)
3. Engelstrompete (alle Pflanzenteile)
4. Gemeine Eibe (äußerst giftig sind verzehrte, gekaute Nadeln, Zweige und Samen. Das rote Fruchtfleisch der Scheinbeere ist ungiftig. Keine Gefahr bei nur wenigen, unzerkauten Beeren.)
5. Goldregen (alle Pflanzenteile, höchste Giftkonzentration in den reifen Samen)
6. Herbstzeitlose (alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, Achtung: leicht zu verwechseln mit Krokus und Bärlauch)
7. Oleander/Rosenlorbeer (alle Pflanzenteile, vor allem die Blätter.
8. Rizinus/Wunderbaum (giftig sind die Samen, vor allem unzerkaut)
9. Stechapfel (alle Pflanzenteile)
10. Tollkirsche (alle Pflanzenteile, vor allem die Früchte, hoch wirksames Gift)

„Gute” Pflanzen für den Familiengarten. Gut geeignet für den „Kinder”-Garten sind unter anderem Blumen wie Kornblume, Cosmea, Tränendes Herz oder Kapuzinerkresse (auch als vitaminreicher Salat!). Empfehlenswerte Gehölze sind zum Beispiel Ahorn-, Linden- und Pappelarten, Felsenbirne oder Forsythien.

Erste Hilfe bei Vergiftungen. Eltern, die das Gefühl haben, dass ihr Kind giftige Pflanzenteile verzehrt hat, sollten es genau beobachten. Es schadet nie, dem Kind vorsichtshalber Wasser zu trinken zu geben (Leitungswasser oder stilles Wasser), um eventuell verschluckte Giftstoffe zu verdünnen. Medizinkohle sollte im Medikamentenschrank vorhanden sein. Wenn das Kind sich übergibt oder benommen wirkt, sollte sofort der Notarzt gerufen oder das Kind ins Krankenhaus gebracht werden.

TIPP: GIZ-Nummer ins Handy. Wer die Telefonnummer eines Giftinformationszentrums (GIZ) ins Handy einspeichert, bekommt im Fall des Falles auch bei Ausflügen und im Urlaub schnell professionellen Rat.

GIZ-Telefonnummern unter: Vergiftungsinformationszentrale Wien
Gesundheit Österreich GmbH
Stubenring 6
1010 Wien Österreich
Notruf-Tel: Notruf-Telefon: +43 1 406 43 43
Euro-Notruf: 112
Rettung: 144
Ärzte-Funkdienst: 141

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Grußwort 4
Wissenswertes für den Notfall 5
Gefahren im Haus 6
Medikamente 6
Kosmetika 7
Lampenöle 8
Schädlingsbekämpfungsmittel, Haushaltschemikalien, Anstrichstoffe, Autozubehör 9
Nikotin 12
Alkohol 13
Giftpflanzen 14
Was tun bei Vergiftungen mit Pflanzen? 15
Giftpflanzen im Haus 16
Dieffenbachie, Alpenveilchen 16
Weihnachtsstern 17
Giftpflanzen in Garten und Natur 17
Blauer/Gelber Eisenhut 17
Engelstrompete, Goldregen 18
Herbstzeitlose, Tollkirsche 19
Gefleckter Aronstab, Gemeiner Efeu 20
Gemeine Eibe, Roter/Gelber Fingerhut 21
Lebensbaum-Arten, Kartoffel 22
Kirschlorbeer/Lorbeerkirsche, Christrose 23
Feuer-Bohne/Gartenbohne, Robinie 24
Sadebaum/Sevenstrauch, Wiesen-/Riesen-Bärenklau 25
Buchsbaum, Buschwindröschen 26
Eberesche/Vogelbeerbaum, Gewöhnliche Heckenkirsche 27
Gemeiner Liguster, Schneebeere/Knallerbse 28
Ilexstrauch/Stechpalme, Schwarzer Holunder 29
Maiglöckchen, Scharfer Hahnenfuß/Butterblume 30
Literatur und zum Weiterlesen 31
Giftinformationszentren in Deutschland 32

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