Donnerstag, 23. März 2017

[ #schulausflug ] Wandern und Bergsteigen mit Kindern

Dass Kids Wanderungen meist nur mäßig cool finden und auf keine langen Fußmärsche stehen, ist ja bekannt. Wie können Sie trotzdem Kindern die Natur näher bringen und sie für Wanderungen begeistern?

Wandern. Ein Naturfreunde Flyer informiert, wie man Wanderungen für Kinder schmackhaft machen kann und sie zu einem tollen Erlebnis werden lässt. Er steht hier zum Download als PDF-Datei zur Verfügung.

Dass Kids Wanderungen meist nur mäßig cool finden und auf keine langen Fußmärsche stehen, ist ja bekannt. Wie können Sie trotzdem Ihren Kindern die Natur näher bringen und sie für Wanderungen begeistern?

Der kostenlose Folder der Naturfreunde Österreich zum Thema "Wandern und Bergsteigen mit Kindern" bietet viele praktische Tipps, um Kindern die Bewegung in den Bergen schmackhaft zu machen. Ganz entscheidend für die Routenplanung ist die Berücksichtigung der Belastunggrenzen, die im Folder für jede Altersgruppe genau beschrieben werden.

Auch die Beschaffenheit der Wege, die etwas mehr Abwechslung bieten sollten als monotone Forststraßen, ist bei der Zusammenstellung von Touren zu bedenken. Und ausreichende Pausen, richtige Verpflegung, gute Kleidung und Ausrüstung tragen ebenso zu einem unvergesslichen Wandererlebnis bei wie gemeinsames Entdecken der Natur - Beobachten von Tieren mit dem Feldstecher, Bewundern von Pflanzen mit dem Vergrößerungsglas, etc.

Der Bergdoktor. Viele lieben die Herausforderung, einen Felsen zu erklimmen. Auch Kinder und Jugendliche können sich für die Sportart begeistern. In Kletterhallen und -gärten starten sie erste Versuche. Später geht es an richtige Felswände.

Wer mit Kindern klettert, fördert ihre Ausdauer und Geschicklichkeit. Das verbessert die motorischen Bewegungsabläufe. Außerdem bekommen Jungen und Mädchen ein Gefühl für Verantwortung, weil sie andere sichern. Denn Kletterer müssen sich darauf verlassen können, dass sie im Problemfall gehalten werden.
"Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum." (Goethe: Faust I, 2038 f. Mephistopheles)
Soweit unsere schöne pägagoische Theorie. Doch sollte man beachten, dass Kinder weder "Gipfelsieg" noch die Romantik der "Bergkameradschaft" brauchen. Kinder suchen spannende Abenteuer und Geheimnisvolles in den Bergen. Hinter jedem Stein lauern Fabelwesen, und kein Bach ist zu mächtig, um ihn nicht mit einem Staudamm zur Umkehr zwingen zu können. Der erste Fehler den Erwachsene nicht ungerne machen: Sie sehen, behandeln und fordern die Kinder als "kleine Erwachsene". Dann vergeht der Spass schnell und das birgt Gefahren für Körper, Geist und Seele.

Österreichs "Bergdoktor" Franz Berghold hat auf seiner Website einen 22seitigen sportmedizinischen Ratgeber zum Wandern und Bergsteigen mit Kindern online gestellt. Eine wirkliche Hilfe für alle, die mit Kindern ins Gelände wollen oder Veranstaltungen mit Kindern im und am Berg organisieren. Der Ratgeber steht kostenlos als Download zur Verfügung.

Kinder auf Klettersteigen. Die Beliebtheit von Klettersteigen ist unbestritten, aber sind sie auch kinder- und jugendtauglich? Grundsätzlich ist diese Frage mit Ja zu beantworten - aber Achtung! Aus sicherheitstechnischen Gründen sind einige wichtige Punkte zu beachten.
Kinder sind „Fliegengewichte“, meist leichter als es das Klettersteigset erlaubt! Die handelsüblichen Klettersteigsets sind für Gewichtsbereiche von ca. 50 bis 100 kg ausgelegt. Nur sehr wenige Hersteller bieten Sets für ein Gewicht ab 30 kg an. Aus diesem Grund sollten Kinder unter diesem Gewicht in steilen Abschnitten zusätzlich mit Seil gesichert werden (ein Kind pro fachkundigen Begleiter). Prinzipiell sollte man bei Kindern unter 12 bis 14 Jahren, unabhängig vom Körpergewicht, jedoch abhängig vom Entwicklungsstand des Kindes, eine zusätzliche Seilsicherung einplanen. Es besteht auch die Möglichkeit, als Begleitperson gesichert und in unmittelbarer Nähe dem Kind unterstützend beizustehen (rasches Eingreifen sollte möglich sein). Seilsicherung ist bei Kindern gut und wichtig, doch muss dies auch von der jeweiligen Begleitperson beherrscht werden. Deswegen empfehlen wir dringend, dies im Vorfeld in einem der vielen Ausbildungskurse der Naturfreunde zu erlernen.
Die Planung. Ob mit oder ohne Kind, eine genaue Tourenplanung ist die Basis für jede Unternehmung und mit Kindern umso wichtiger. Sie beginnt im Wohnzimmer mit Karte, Klettersteigführer und aktuellem Wetterbericht. 
Das Tourenziel „kindgerecht“ wählen! Bis zum Alter von neun Jahren sollte man sich eher maximal im Schwierigkeits grad B bewegen. Die Tour sollte nicht mehr als 400 bis 600 Hm haben. Bis zum Alter von 14 Jahren kann man sich bereits im Schwierigkeitsgrad C bewegen, und es können schon mal Touren mit 800 bis 900 Hm unternommen werden.
Die Zeitplanung sollte immer sehr großzügig ausfallen (da ein Ameisenhaufen, dort ein Käfer, …), zumal eine eventuelle Sicherungsarbeit auch zusätzlich Zeit in Anspruch nimmt. Die in Klettersteigführern angegebenen Zeiten werden meist überschritten. 

Um Kinder nicht zu überfordern, ist es vorteilhaft, wenn der Begleiter die Tour bereits kennt: zum einen, um Überraschungen zu vermeiden, zum anderen, um abzuschätzen, ob das Kind der Tour überhaupt gewachsen ist.

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