Mittwoch, 2. Dezember 2015

[ #deutsch ] Schulsprache Deutsch: Endlich Ressourcenorientierung statt Defizitblick!

Wege zur durchgängigen Sprachbildung - Verbindung von Sprach- und Sachlernen

Wenn Bildungschancen gerecht verteilt werden sollen, muss der tägliche Unterricht selbst Hauptschauplatz der Anstrengungen dazu sein. Bisher wird eine Kernaufgabe auf dem Weg dahin, die Förderung der Unterrichtssprache Deutsch, jedoch von einer Vielzahl von Sprachförderprojekten übernommen, die sich mit eigenen Methoden und Materialien rüsten.

Diese Aufgabenteilung suggeriert, dass ein Nebenproblem auf einem Nebenschauplatz gelöst oder wenigstens gelindert werden könnte. Dabei kann mit den selben Ressourcen die Sprachförderung, auch im Sinne einer Mehrsprachigkeitsförderung, im Regelunterricht eingebunden werden, darin aufgehen und eine verbesserte Qualität des Lernens ermöglichen. Ein neues Handbuch ist dazu am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie (IDF) der Universität Heidelberg entstanden.

Wer sich nicht für diese Handbuch entscheiden kann, dem sei zur Einführung "Wege zur durchgängigen Sprachbildung - Ein Orientierungsrahmen für Schulen" zur Einführung empfohlen. Es ist zwar ein "Berliner" Papier welches großstädtische Muster mit sehr hohen Migrantenanteilen im Fokus hat, aber es stellt bereits den Allerweltssatz der Politik, dass die Beherrschung der deutschen Sprache unabdingbar sei, vom Kopf auf die Füße: Das Erlernen der deutschen (Unterrichts)Sprache erfordert endlich eine Ressourcenorientierung statt des Defizitblicks. Migrantenkinder sind nämlich ein Schatz, den es endlich zu heben gilt.

[Schülerclub Dornbirn]⇒

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen