Freitag, 18. September 2015

[ #soziales-lernen ] Kognitionswissenschaften: Wie Kinder Teilen, Lesen und Standhalten lernen

Einer süßen Versuchung zu widerstehen fällt selbst den meisten Erwachsenen schwer. Kinder greifen noch viel schneller zu, wenn ein Teller mit den Lieblingskeksen in Reichweite steht. Die Fähigkeit, Impulse zu kontrollieren, wurde uns nicht in die Wiege gelegt, sondern muss sich im Laufe der Zeit erst entwickeln. Forscher nehmen das Verhalten von Kindern unter die Lupe.

Kinder müssen aber auch sonst eine Menge lernen: Sprechen, Lesen und Schreiben etwa, aber auch soziale Kompetenzen wie Mitgefühl und Empathie oder die Fähigkeit, Impulse zu kontrollieren. Dabei scheinen manche Eigenschaften, wie Hilfsbereitschaft, durchaus angeboren. Anthropologen, Bildungs- und Neuroforscher untersuchen, wie sich das soziale Verhalten von Kindern im Laufe der Zeit ändert und welche Gehirnregionen dabei eine Rolle spielen.

Teilen bringt Vorteil. Auch wenn gestresste Eltern nicht ohne Weiteres zustimmen werden:
Kinder sind die geborenen Helfer. Schon Säuglinge verhalten sich erstaunlich kooperativ und teilen bereitwillig, wie jetzt Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig gezeigt haben. Offenbar ist der Mensch von Natur aus hilfsbereit – ganz im Gegensatz zu seinen nächsten Verwandten, den Menschenaffen.

Buchstabe für Buchstabe. Sprechen lernen Kinder offenbar mühelos, und das in mehreren
Sprachen. Warum aber bereiten Lesen und Schreiben so häufig Schwierigkeiten – sogar trotz jahrelangem Unterricht? Diese Frage untersuchen Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Ihre Erkenntnisse liefern wichtige Anhaltspunkte, um Kinder mit Leseproblemen gezielt zu fördern.

Reinbeißen oder standhalten? Schon Kleinkinder haben ein bemerkenswertes Gefühl für Fairness und Gerechtigkeit. Mit zunehmendem Alter erwerben sie dann soziale Kompetenzen wie Mitgefühl und Empathie. Forscher am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig analysieren, wie sich das kindliche Sozialverhalten entwickelt und welche Gehirnregionen dabei eine Rolle spielen.

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