Samstag, 23. Januar 2016

[ #frühförderung ] Anleitung zur Frühförderung: INTERKULTURELLE VIELFALT oder EINHEITSBREI?

Das Schweizer Bundesamt für Migration und die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen geben eine «Anleitung zur erfolgreichen Frühförderung» heraus. Die Publikation ist eine Auswertung der zahlreichen Modellvorhaben in diesem Bereich. Die Anleitung ist auch anderswo als nur in der Schweiz brauchbar, wie ein Blick auf den Inhalt rasch zeigt.  

Frühförderung war in den letzten Jahren ein Schwerpunkt der Integrationsförderung des Bundes. Zahlreiche Modellvorhaben wurden in diesem Bereich unterstützt und begleitet. In der neuen Publikation «Anleitung zur erfolgreichen Frühförderung» werden besonders innovative und nachahmenswerte Ansätze vorgestellt. Vier Lerngeschichten geben interessante und auch überraschende Einblicke in gute Beispiele der Frühförderung. Die Publikation verweist aber auch darauf, was Integrationsförderung im Frühbereich aus pädagogischer Sicht bedeutet oder welche Art von Projekten am ehesten Erfolg versprechen. Die zentralen Resultate der Evaluation aller Modellvorhaben in diesem Bereich werden in Form von Empfehlungen an die Beteiligten dargestellt.


Die «Anleitung zur erfolgreichen Frühförderung» zeigt beispielweise auf, dass es sich lohnt, gezielt danach zu fragen, was besondere Anliegen von Eltern sind, die das Schweizer Bildungssystem nicht von Kindesbeinen an kennen. Oder dass das spielerische Sprachenlernen bei mehrsprachigen Kindern nicht nur bei den Landessprachen der Schweiz ansetzen soll, sondern auch die Erstsprache berücksichtigen muss. Außerdem sind jene Projekte, die möglichst viele Akteure der Frühförderung wie Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Betreuungspersonen, eingewanderte und einheimische Familien einbeziehen, besonders erfolgreich.

[Schülerclub Dornbirn]⇒

Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf den Inhalt:

WENN MÄNNER MAL VÄTER UND MIGRANTEN MAL EXPERTEN SEIN DÜRFEN 7
VON BILDUNGSVERLIERERN UND KOOPERATIONSGEWINNERN 9
INTERKULTURELLE VIELFALT STATT EINHEITSBREI 11
MEHR CHANCEN TROTZ MEHRSPRACHIGKEIT 13
ERKENNTNISSE AUS DER EVALUATION 15
Pädagogischer Blick auf die Integrationsförderung im Frühbereich 15
Welche Projekte haben das grösste Potenzial? 16
Inhaltliche Handlungsfelder: Erreichbarkeit, Qualifizierung sowie Koordination und Kooperation 17
Minimale Anforderungen zur (kantonalen) Steuerung von Projekten der Integrationsförderung im Frühbereich 19
Administration und Finanzierung 20
ANMERKUNGEN    22
LITERATUR    23

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